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Steinkohlekraftwerk
26Apr

Stadtsparziergang: Der schmutzige Teil des Jakobsweges

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Gestern fand zum zweiten Mal unser Krefelder Stadtsparziergang zum Thema “Der schmutzige Teil des Jakobsweges” statt. Neben unseren LandtagskandidatInnen Heidi Matthias und Rainer Zimmermann, war auch Johannes Remmel mit dabei, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Landtagsfraktion in NRW. Bei der Radtour stand der religiöse Aspekt allerdings eher im Hintergrund. Beginnend bei der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche St. Matthias in Hohenbudberg, in deren unmittelbarer Nähe sich möglicherweise demnächst ein Kohleförderband für das geplante Steinkohlekraftwerk in Uerdingen ,erhebt, ging es entlang der wesentlichen Luftverschmutzer entlang des Rheins bis Lank-Latum; vorbei an Baudenkmälern, Hafen- und Industriegelände und durchs Landschaftsschutzgebiet. Zum Abschluss gab es eine Erfrischung im Bootshaus Krekels und eine Diskussion über Strategien zur Luftreinhaltung. Wir freuen uns, dass so viele Leute mit dabei waren!

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20Apr

Wir laden zum nächsten Stadtspaziergang: Der schmutzige Teil des Jakobsweges

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Unter dem Titel „Der schmutzige Teil des Jakobswegs“ laden wir für Sonntag, den 25. April ab 14.30 Uhr dazu ein, den historischen Jakobsweg von Hohenbudberg bis Gellep-Stratum per Fahrrad näher kennenzulernen.

Wie der Titel der Exkursion schon verrät, steht der religiöse Aspekt dabei eher im Hintergrund.
Stattdessen werden wir auf die bereits vorhandenen und noch geplanten Luftverschmutzer entlang des Rheins - wie dem Steinkohlekraftwerk in Uerdingen - auf Krefelder Gebiet aufmerksam machen. Als prominenter Gast wird Johannes Remmel, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Landtagsfraktion in NRW mitradeln. weiterlesen »

13Apr

Podiumsdiskussion der Krefelder Gewerkschaften im Parkhaus Oppum

Wie hier bereits angekündigt, fand gestern die Podiumsdiskussion der Krefelder Gewerkschaften im Parkhaus Oppum statt. Durch die Veranstaltung führte Ralf Köpke vom DGB Krefeld. Das Lokal war mit 200 KollegInnen wirklich rappel voll. Einen zusätzlichen Schub mag es dadurch gegeben haben, dass die NPD Krefeld ihre Mitglieder für diese Veranstaltung aufgerufen hatte, zu erscheinen. In der Folge hatten wiederum verschiedene Organisationen des Krefelder Bündnisses für Toleranz und Demokratie, darunter natürlich auch die Grünen, ihre Mitglieder mobilisiert. Wir Grünen sind dann auch wirklich sehr stark mit ca. 20 Leuten dort aufgelaufen, darunter sieben von acht Ratsmitgliedern und Vertreter der Grünen Jugend. Die Rechtsradikalen Krefeld erschienen dann aber nur mit drei Personen und gaben während der ganzen Veranstaltung keinen Laut von sich.

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Die TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion der Krefelder Gewerkschaften zu Landtagswahl in NRW 2010: Stefan Hagemes (1. v.l.), Heidi Matthias (Kandidatin der Grünen, 2. v.l.), Ina Spanier-Oppermann (4. v.l.) und Peter Kaiser (2. v.r.). Durch den Abend führte Ralf Köpke vom DGB Krefeld (4.v.r.)

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23Mrz

Heidi Matthias

Heidi Matthias, Landtagskandidatin für den Wahlkreis 48, Krefeld 2: Krefeld Nord, Hüls, Ost, Oppum, Linn, Uerdingen

Liebe Krefelderinnen und Krefelder,

die Wahl am 9. Mai entscheidet nicht nur über die Zusammensetzung der neuen Landesregierung, sondern ist auch für die künftige Mehrheit im Bundesrat von größter Bedeutung. Als Direktkandidatin für den Landtagswahl im Wahlkreis 48 werde ich mich mit all meinen Kräften dafür einsetzen, dass Nordrhein-Westfalen einen dringend notwendigen politischen Kurswechsel mit sozial-ökologischer Ausrichtung erfährt.

Durch meine Arbeit im Stadtrat und in der Bezirksvertretung Ost sowie in den verschiedensten Gremien habe ich in den vergangenen Jahren umfangreiche politische Erfahrungen gewonnen, die ich auf Landesebene einbringen möchte.

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Lebensgrundlagen erhalten – Klima- und Naturschutz, saubere Luft

Ich setze mich ein für eine Politik, in der Naturschutz nicht den wirtschaftliche Interessen untergeordnet wird, sondern Ökologie und Ökonomie zusammen geführt werden. Angesichts der Klimakatastrophe dürfen wir nicht so weiter machen wie bisher, sondern müssen unserer Klimaschutz-Verantwortung gerecht werden. Durch ein ambitioniertes ökologisches Investitionsprogramm, wie die Grünen es vorschlagen, wird Nordrhein-Westfalen innerhalb der nächsten 20 Jahre das Klimaziel ( 50 % CO2-Reduzierung) erreichen können. Mit geförderter Gebäudesanierung, dem Ausbau dezentraler Kraftwerke und Erneuerbarer Energie können wir eine wirtschaftliche Vorreiterposition erlangen und über 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Überdimensionierte Steinkohlekraftwerke mit einem jährlichen Ausstoß von 4 Mio. t CO2 und direkt gesundheitsgefährdenden Emissionen, wie in Krefeld-Uerdingen geplant, dürfen zum Schutz unseres Klimas nicht mehr gebaut werden.

 

Bildungschancen für alle verbessern

Unser bevölkerungsreichstes Bundesland steht aber auch vor anderen Problemen: Das nordrhein-westfälische Bildungssystem muss überholt werden. 14.000 an Gesamtschulen abgewiesene Kinder und 20% ohne qualifizierten Abschluss dastehende SchulabgängerInnen sind Indizien für ein mangelhaftes Schulsystem. Wir wollen Veränderungen nach skandinavischem Vorbild mit dem Ziel: Schaffung eines gerechten, leistungsfördernden und leistungsstarken Schulsystems. Das funktioniert, wenn unsere Kinder länger gemeinsam lernen und individuell gefördert werden. Bildung muss mehr sein als Wissensansammlung. Wir sollten unsere Schulen zu Lernorten umgestalten, in denen Kinder entdecken, forschen, Natur und Kultur erleben, kurz ihre Persönlichkeit entwickeln können. Das funktioniert in gut ausgestatteten Ganztagsschulen mit genügend gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen und ambitionierten Lehrprogrammen.

 

Statt Banken, Städte retten

Wo ich ebenfalls großen Handlungsbedarf sehe, ist die desaströse Finanzsituation der Städte und Gemeinden. Die schwarz-gelbe Politik mit ihren Steuergeschenken hat die Lage unnötigerweise verschärft, so dass viele Städte vor dem finanziellen Kollaps stehen. Es ist höchste Zeit für eine grundlegende Finanzreform, die die Kommunen bei ihren Sozialausgaben stärker unterstützt und ihnen Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuern sichert.

Menschen vor krank machenden Lärm schützen

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen sind Tag und Nacht Verkehrslärm ausgesetzt, insbesondere an Autobahnen (wie bei uns an der A57) leiden die Anwohner unter unzumutbarem Lärm. Dennoch setzt die schwarz-gelbe Landes- und Bundesregierung weiterhin auf Ausbau von Straßen und Autobahnen. Zum Schutze von Mensch und Umwelt müssen wir aber endlich den Mut zu einer Verkehrswende aufbringen. Güter auf die Schiene bringen und den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver und bezahlbar machen sind zwei wesentliche Bausteine einer umweltverträglicheren Verkehrspolitik. Bei allem darf natürlich der Lärmschutz der Bürger entlang der Autobahnen und Bahntrassen nicht zu kurz kommen. Die meisten Lärmschutzmaßnahmen sind nicht ausreichend, müssen ohne Zweifel nachgebessert werden. Beim Ausbau der A57 auf Krefelder Stadtgebiet bin ich ganz klar für eine Tunnellösung.

Sensibilität für Natur und Landwirtschaft

Im Hinblick auf den Erhalt unserer Natur und Landschaft müssen wir unseren Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen drastisch einschränken. Die bisher noch von Versiegelung verschonten Freiflächen sollen erhalten bleiben. In der ökologischen Landwirtschaft sehe ich die Chance, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung zu verbinden. Der stetig steigenden Nachfrage nach Bioprodukten sollten wir begegnen, in dem wir den Ökolandbau am Niederrhein fördern und Bauern helfen, umzustellen. Artgerechte Tierhaltung hat für mich oberste Priorität, tierquälerische Massentierhaltung lehne ich schon aus ethischen Gründen entschieden ab.

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Zur Person:

• 1956 in Duisburg geboren

• lebt seit 1979 mit einer fünfjährigen Unterbrechung in Krefeld

• abgeschlossenes Designstudium an der Fachhochschule Krefeld

• verheiratet, eine Tochter

• seit 1995 Mitglied im Krefelder Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen

• seit 2004 für die Grünen im Rat der Stadt Krefeld mit den Schwerpunkten:

Kultur, Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Grüne Stadtspaziergänge

• Hobbys: Gärtnern, Waldspaziergänge, Fahrradtouren, Heimwerken

Heidi im Check:

abgeordnetenwatch.de

BUND Kandidatinnencheck

Verbraucherzentrale NRW

 

20Okt

Stefani Mälzer

Stefani Mälzer -  Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Liegenschaften, Wirtschaft, Haushalt und Finanzen

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Auch nach 20 Jahren aktiver Kommunalpolitik, davon die letzten 15 Jahre in der Opposition, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir unsere Stadt zum Positiven verändern können.

Krefeld ist eine lebens- und liebenswerte Stadt, reich an sozialen, kulturellen und städtebaulichen Potentialen und hat weitaus mehr verdient hat als diese niveaulose Nabelschau der schwarz- gelben Mehrheitsfraktionen in den letzten 5 Jahren. Die fatalen politischen Weichenstellungen der Vergangenheit haben dazu geführt, dass Krefeld inzwischen im Vergleich mit anderen Kommunen in so wesentlichen Bereichen wie Wirtschaft, Städtebau und Ökologie Entwicklungsland ist.

Die Folgekosten dieser verfehlten Klientelpolitik tragen allerdings wir alle.

Dabei brauchten wir dringend mehr Mut zur Veränderung und vor allem Verantwortung auf Seiten der politisch Agierenden. Dazu gehört auch der sorgsame Umgang mit städtischem Vermögen, Schulden müssen abgebaut und die städtischen Gebäude als Teil unseres kulturellen Erbes und unserer Identität gepflegt und erhalten werden. Fehlplanungen wie zum Beispiel der Bau des Millionengrabes Arena, der gerade noch rechtzeitig verhinderte Abriss des Stadtbads Neusser Straße, die kostspielige Anmietung des Behnischbaus oder der Verkauf der Werkkunstschule dürfen nicht mehr vorkommen. Wir wollen Investoren, die Gutes für die Stadt tun - und nicht umgekehrt.

Angesichts der weltweiten hausgemachten wirtschaftlichen Systemkrise hat die erfolgreiche Symbiose von Umweltschutz und Arbeitsplatzsicherung oberste Priorität. Deshalb und vor allem weil ich auch auf das gesundheitliche Wohl der Krefelder BürgerInnen verpflichtet bin, werde ich mich mit aller Kraft für die Verhinderung des geplanten Steinkohlekraftwerks in Uerdingen einsetzen.

Wir sind die einzige Partei in unserer Stadt, die konsequent eine nachhaltige soziale und ökologische zukunfstorientierte Entwicklung für die Menschen und Umwelt einfordert. Es wird ein hartes Stück Arbeit, all die Folgeschäden der verfehlten Krefelder Kommunalpolitik zu beseitigen. Möglich sein wird dies nur mit Beteiligung der Grünen. Ich möchte gerne dafür kämpfen, dass dies gelingt und freue mich auf die kommenden fünf Jahre.

Zur Person

  • Jahrgang 1960, eine Tochter, selbständig
  • seit 1989 Mitglied im Rat der Stadt Krefeld
  • seit 2004 Fraktionssprecherin mit den Schwerpunkten Haushalt, Finanzen, Wirtschaft,
    Liegenschaften und Planung
  • Aufsichtsratsmitglied in folgenden städtischen Gesellschaften:
    Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Seidenweberhaus GmbH, Wohnstätte AG
    Mitglied in der Zweckverbandsversammlung und stellvert. Mitglied des Verwaltungsrates
    der Sparkasse Krefeld
  • Gesellschafterin am Bürgersolarkraftwerk auf dem Rathausdach

03Sep

Niemand braucht neue Kohlekraftwerke

Während konservative und liberale Politiker Wahlkampf für längere AKW-Laufzeiten und neue Kohlekraftwerke machen, hat das Institut EUtech im Auftrag von Greenpeace nachgerechnet. Die am Donnerstag vorgestellte Studie belegt: Das Gerede von der Übergangstechnologie Atom- oder Kohlekraft, letzteres auch von der Linkspartei im Saarland vorgebracht, entbehrt jeder Grundlage. Die Umstellung der Stromlieferung auf die klimafreundlichen und Versorgungssicherheit garantierenden erneuerbaren Energien ist bis 2050 vollständig machbar. Schon 2015 könnte das letzte AKW vom Netz gehen, 2040 das letzte Kohlekraftwerk. Bis 2050 könnten dann Windkraftanlagen, Biogas und Solarzellen 100 Prozent der Stromversorgung abdecken. Deutschland könnte seine Emissionen von Treibhausgasen um 90 Prozent vermindern.

Wie das gehen soll? Das von den Umweltschützern vorgestellte Konzept steht auf zwei Säulen: Unnötigen Energieverbrauch beschränken, indem Geräte, Gebäude und Kraftstoffeinsatz effizienter gestaltet werden, und Nutzung von Wind & Co rasch ausbauen. Was letztere angeht, so hatten die Verbände der auf diesem Sektor tätigen Industrien bereits im Januar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Studie vorgerechnet, daß schon bis 2020 der Anteil von Wind, Sonne, Wasser und Biogas an der Stromversorgung auf knapp 50 Prozent steigen könnte. Derzeit liegt er bei etwa 15 Prozent.

Auch die Aachener Wissenschaftler gehen davon aus, daß Wind und Sonne nicht ohne weiteres die Energienachfrage decken können, weil sie weder stetig noch steuerbar sind. Es müssen also Speichermedien und Kraftwerke her, die im Bedarfsfall einspringen können. Dafür kommen aber nicht, wie von den Energiekonzernen und vielen Politikern gerne behauptet, Kohle- oder gar Atomkraftwerke in Frage, denn die sind viel zu schwerfällig, brauchen oft Stunden, wenn nicht gar Tage, um hoch- und runtergefahren zu werden. Viel besser sind moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD), die mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad arbeiten.

Die Studie schlägt daher vor, den Bau von Kohlekraftwerken einzustellen und nur noch solche GuD-Werke und Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen zuzulassen, die mindestens 80 Prozent des Kraftstoffs ausnutzen. Zum Vergleich: Ein modernes Kohlegroßkraftwerk bringt es bestenfalls auf eine Ausnutzung von 45 Prozent. Sollte es in der Zukunft mit der umstrittenen Kohlendioxid-Abscheidung betrieben werden, wären es sogar nur 35 Prozent. GuD-Kraftwerke haben darüber hinaus noch weitere wichtige Vorteile. Zum einen könnten sie im Prinzip auch mit Gas aus biologischen Abfällen betrieben werden. Zum anderen müssen sie nicht wie Kohle- und Atomkraftwerke rund um die Uhr laufen, um ökonomisch zu arbeiten.

Neben dem Klimaschutz hat der Umbau der Energieversorgung auch ganz handfeste ökonomische Vorteile. Die Abhängigkeit von Energieimporten würde sich nach den Angaben von Greenpeace bis 2050 um 95 Prozent verringern. Privathaushalte und Wirtschaft könnten schon bis 2020 mit rund zehn Prozent niedrigeren Stromkosten rechnen.

Quelle: www.jungewelt.de

01Sep

Lied des Eisbären

Thilo Hoppe MdB, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Bundestag, hat ein Lied über den Eisbären aufgenommen, dass einige in Krefeld sich einmal genau anhören sollten!

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12Aug

Feinstaubwerte im Hafen - Jahresgrenzwert jetzt schon überschritten!

Und direkt neben dieses Hochbelastungsgebiet soll ein 800-Megawatt-Steinkohlekraftwerk errichtet werden!

Die hohen gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung im Krefelder Hafen hält trotz Luftreinhalteplan an. An der dortigen Messstation sind gestern laut Bundesumweltamt jetzt bereits 36 Überschreitungstage für die sog. PM 10-Stäube zu verzeichnen.Bekanntlich sind nach EU-Richtlinie für ein gesamtes Kalenderjahr maximal 35 Überschreitungstage hinnehmbar. Mit den derzeitigen Überschreitungswerten nimmt das Hafengebiet zur Zeit den Spitzenplatz im gesamten Bundesgebiet ein. Somit atmen die Krefelderinnen und Krefelder im Bereich des Hafens die dreckigste Luft Deutschlands! Im vergangenen Jahr hatte der Hafen mit 74 Grenzwerüberschreitungen beim Feinstaub bekanntlich mit dem bundesweiten Platz 2 auch einen traurigen Spitzenplatz erreicht. Das zeigt, dass der bereits im Hafengebiet existierende Luftreinhalteplan entweder völlig unzureichend umgesetzt wird oder überhaupt nichts zur Luftverbesserung beiträgt. Deutlich wird  durch die aktuellen Messergebnisse aber auch, dass weitere Luftbelastungen nicht hinnehmbar sind. Die jetzt erneut feststehende Hochbelastung macht den geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerkes mit noch mehr Feinstaubemissionen in unmittelbarer Nähe des Hafens zu einem nicht hinnehmbaren Gesundheitsrisiko.

10Jul

Gründe gegen das geplante Kohlekraftwerk Uerdingen

Gute Gründe gegen das Kohlekraftwerk

Wir von Bündnis 90 / Die Grünen in Krefeld lehnen den Bau des 800 MW-Steinkohlekraftwerks Uerdingen ab, weil …

  • sich dadurch der Ausstoß des Klimakillers CO2 in Krefeld mehr als verdoppeln würde. Und das für die kommenden 40 bis 50 Jahre.
  • sich die Staubbelastung durch lungengängige Partikel in der Region durch weitere 400.000 kg pro Jahr drastisch erhöhen würde, obwohl Krefeld schon die höchste Feinstaubbelastung bundesweit hat.
  • riesige Mengen Schwermetalle (u.a. Blei, Nickel, Cadmium, Quecksilber) etc. freigesetzt würden, die die hohe Rate von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen in Krefeld weiter ansteigen ließe.
  • das Ökosystem des Rheins durch das vom Kraftwerk benötigte Kühlwasser geschädigt würde und zudem in heißen Sommern mit Abschaltungen des Kraftwerkbetriebs zu rechnen wäre.
  • die Anlieferung der Kohle mit Schiff, Bahn oder auf der Schiene zu großen Umweltbelastungen führen und Lärmbelastungen massiv erhöhen würde, insbesondere für die Uerdinger BürgerInnen.
  • die im Kohlekraftwerk erzeugte Energiemenge in unserer Region gar nicht gebraucht wird. Profitieren würden nur die Unternehmen, aber nicht die in Krefeld lebenden und arbeitenden Menschen.
  • alle Aussagen von Bayer und Trianel über die Abschaltung der alten Kessel oder einen Wirkungsgrad des Kraftwerks von über 60 % heiße Luft sind und nicht realisierbar.
  • es eine umwelt- und gesundheitsfreundlichere Alternative durch ein modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk gäbe, wodurch genauso viele Arbeitsplätze entstehen würden, der Strombedarf des Chemieparks langfristig gesichert wäre und effizienter Energie erzeugt werden könnte.

Wenn Sie etwas tun wollen, können Sie…

  • sich an den Unterschriftenaktionen beteiligen denn an vielen Orten in Deutschland haben die Proteste Wirkung gezeigt und Erfolg gehabt.
  • eine Einwendung im Rahmen des von der Bezirksregierung durchgeführten Genehmigungsverfahrens schreiben, Anleitungen und Musterschreiben werden erstellt.
  • Ihre Ablehnung öffentlich machen, Leserbriefe an Zeitungen schreiben, Ihren Protest an Bayer, Trianel, die Krefelder Stadtwerke und an alle Fraktionen im Rathaus übermitteln.
  • Ihren Stromanbieter wechseln. Wählen Sie einen Versorger, der auf Strom aus Kohle und Atomenergie verzichtet.
  • Informieren Sie die Stromversorger über die Gründe Ihres Wechsels. Nur dadurch werden sich die Unternehmen Gedanken über umweltfreundlichere Alternativen machen.

Stefani Mälzer

10Jul

Demo gegen das Kohlekraftwerk in Krefeld

Die Demo gegen das Kohlekraftwerk in Uerdingen war ein großer Erfolg. Sie hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Zeit von Dinosauriertechnologien wie Kohle und Atom endgültig vorbei sein muss! Seht hier ein paar Eindrücke von der Demo und die Reden von unserem OB-Kandidaten Harry von Bargen und von Bärbel Höhn:

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Eure Meinung ist uns wichtig! Was denkt Ihr über das Kohlekraftwerk in Uerdingen? Was würdet Ihr tun um diese Dinosauriertechnologie zu verhindern?

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