Heidi Matthias, Landtagskandidatin für den Wahlkreis 48, Krefeld 2: Krefeld Nord, Hüls, Ost, Oppum, Linn, Uerdingen
Liebe Krefelderinnen und Krefelder,
die Wahl am 9. Mai entscheidet nicht nur über die Zusammensetzung der neuen Landesregierung, sondern ist auch für die künftige Mehrheit im Bundesrat von größter Bedeutung. Als Direktkandidatin für den Landtagswahl im Wahlkreis 48 werde ich mich mit all meinen Kräften dafür einsetzen, dass Nordrhein-Westfalen einen dringend notwendigen politischen Kurswechsel mit sozial-ökologischer Ausrichtung erfährt.
Durch meine Arbeit im Stadtrat und in der Bezirksvertretung Ost sowie in den verschiedensten Gremien habe ich in den vergangenen Jahren umfangreiche politische Erfahrungen gewonnen, die ich auf Landesebene einbringen möchte.
Lebensgrundlagen erhalten – Klima- und Naturschutz, saubere Luft
Ich setze mich ein für eine Politik, in der Naturschutz nicht den wirtschaftliche Interessen untergeordnet wird, sondern Ökologie und Ökonomie zusammen geführt werden. Angesichts der Klimakatastrophe dürfen wir nicht so weiter machen wie bisher, sondern müssen unserer Klimaschutz-Verantwortung gerecht werden. Durch ein ambitioniertes ökologisches Investitionsprogramm, wie die Grünen es vorschlagen, wird Nordrhein-Westfalen innerhalb der nächsten 20 Jahre das Klimaziel ( 50 % CO2-Reduzierung) erreichen können. Mit geförderter Gebäudesanierung, dem Ausbau dezentraler Kraftwerke und Erneuerbarer Energie können wir eine wirtschaftliche Vorreiterposition erlangen und über 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Überdimensionierte Steinkohlekraftwerke mit einem jährlichen Ausstoß von 4 Mio. t CO2 und direkt gesundheitsgefährdenden Emissionen, wie in Krefeld-Uerdingen geplant, dürfen zum Schutz unseres Klimas nicht mehr gebaut werden.
Bildungschancen für alle verbessern
Unser bevölkerungsreichstes Bundesland steht aber auch vor anderen Problemen: Das nordrhein-westfälische Bildungssystem muss überholt werden. 14.000 an Gesamtschulen abgewiesene Kinder und 20% ohne qualifizierten Abschluss dastehende SchulabgängerInnen sind Indizien für ein mangelhaftes Schulsystem. Wir wollen Veränderungen nach skandinavischem Vorbild mit dem Ziel: Schaffung eines gerechten, leistungsfördernden und leistungsstarken Schulsystems. Das funktioniert, wenn unsere Kinder länger gemeinsam lernen und individuell gefördert werden. Bildung muss mehr sein als Wissensansammlung. Wir sollten unsere Schulen zu Lernorten umgestalten, in denen Kinder entdecken, forschen, Natur und Kultur erleben, kurz ihre Persönlichkeit entwickeln können. Das funktioniert in gut ausgestatteten Ganztagsschulen mit genügend gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen und ambitionierten Lehrprogrammen.
Statt Banken, Städte retten
Wo ich ebenfalls großen Handlungsbedarf sehe, ist die desaströse Finanzsituation der Städte und Gemeinden. Die schwarz-gelbe Politik mit ihren Steuergeschenken hat die Lage unnötigerweise verschärft, so dass viele Städte vor dem finanziellen Kollaps stehen. Es ist höchste Zeit für eine grundlegende Finanzreform, die die Kommunen bei ihren Sozialausgaben stärker unterstützt und ihnen Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuern sichert.
Menschen vor krank machenden Lärm schützen
Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen sind Tag und Nacht Verkehrslärm ausgesetzt, insbesondere an Autobahnen (wie bei uns an der A57) leiden die Anwohner unter unzumutbarem Lärm. Dennoch setzt die schwarz-gelbe Landes- und Bundesregierung weiterhin auf Ausbau von Straßen und Autobahnen. Zum Schutze von Mensch und Umwelt müssen wir aber endlich den Mut zu einer Verkehrswende aufbringen. Güter auf die Schiene bringen und den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver und bezahlbar machen sind zwei wesentliche Bausteine einer umweltverträglicheren Verkehrspolitik. Bei allem darf natürlich der Lärmschutz der Bürger entlang der Autobahnen und Bahntrassen nicht zu kurz kommen. Die meisten Lärmschutzmaßnahmen sind nicht ausreichend, müssen ohne Zweifel nachgebessert werden. Beim Ausbau der A57 auf Krefelder Stadtgebiet bin ich ganz klar für eine Tunnellösung.
Sensibilität für Natur und Landwirtschaft
Im Hinblick auf den Erhalt unserer Natur und Landschaft müssen wir unseren Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen drastisch einschränken. Die bisher noch von Versiegelung verschonten Freiflächen sollen erhalten bleiben. In der ökologischen Landwirtschaft sehe ich die Chance, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung zu verbinden. Der stetig steigenden Nachfrage nach Bioprodukten sollten wir begegnen, in dem wir den Ökolandbau am Niederrhein fördern und Bauern helfen, umzustellen. Artgerechte Tierhaltung hat für mich oberste Priorität, tierquälerische Massentierhaltung lehne ich schon aus ethischen Gründen entschieden ab.
Zur Person:
• 1956 in Duisburg geboren
• lebt seit 1979 mit einer fünfjährigen Unterbrechung in Krefeld
• abgeschlossenes Designstudium an der Fachhochschule Krefeld
• verheiratet, eine Tochter
• seit 1995 Mitglied im Krefelder Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen
• seit 2004 für die Grünen im Rat der Stadt Krefeld mit den Schwerpunkten:
Kultur, Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Grüne Stadtspaziergänge
• Hobbys: Gärtnern, Waldspaziergänge, Fahrradtouren, Heimwerken
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