Gestern fand zum zweiten Mal unser Krefelder Stadtsparziergang zum Thema “Der schmutzige Teil des Jakobsweges” statt. Neben unseren LandtagskandidatInnen Heidi Matthias und Rainer Zimmermann, war auch Johannes Remmel mit dabei, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Landtagsfraktion in NRW. Bei der Radtour stand der religiöse Aspekt allerdings eher im Hintergrund. Beginnend bei der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche St. Matthias in Hohenbudberg, in deren unmittelbarer Nähe sich möglicherweise demnächst ein Kohleförderband für das geplante Steinkohlekraftwerk in Uerdingen ,erhebt, ging es entlang der wesentlichen Luftverschmutzer entlang des Rheins bis Lank-Latum; vorbei an Baudenkmälern, Hafen- und Industriegelände und durchs Landschaftsschutzgebiet. Zum Abschluss gab es eine Erfrischung im Bootshaus Krekels und eine Diskussion über Strategien zur Luftreinhaltung. Wir freuen uns, dass so viele Leute mit dabei waren!
Wir laden zum nächsten Stadtspaziergang: Der schmutzige Teil des Jakobsweges
Unter dem Titel „Der schmutzige Teil des Jakobswegs“ laden wir für Sonntag, den 25. April ab 14.30 Uhr dazu ein, den historischen Jakobsweg von Hohenbudberg bis Gellep-Stratum per Fahrrad näher kennenzulernen.
Wie der Titel der Exkursion schon verrät, steht der religiöse Aspekt dabei eher im Hintergrund.
Stattdessen werden wir auf die bereits vorhandenen und noch geplanten Luftverschmutzer entlang des Rheins - wie dem Steinkohlekraftwerk in Uerdingen - auf Krefelder Gebiet aufmerksam machen. Als prominenter Gast wird Johannes Remmel, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Landtagsfraktion in NRW mitradeln. weiterlesen »
Feinstaubwerte im Hafen - Jahresgrenzwert jetzt schon überschritten!
Und direkt neben dieses Hochbelastungsgebiet soll ein 800-Megawatt-Steinkohlekraftwerk errichtet werden!
Die hohen gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung im Krefelder Hafen hält trotz Luftreinhalteplan an. An der dortigen Messstation sind gestern laut Bundesumweltamt jetzt bereits 36 Überschreitungstage für die sog. PM 10-Stäube zu verzeichnen.Bekanntlich sind nach EU-Richtlinie für ein gesamtes Kalenderjahr maximal 35 Überschreitungstage hinnehmbar. Mit den derzeitigen Überschreitungswerten nimmt das Hafengebiet zur Zeit den Spitzenplatz im gesamten Bundesgebiet ein. Somit atmen die Krefelderinnen und Krefelder im Bereich des Hafens die dreckigste Luft Deutschlands! Im vergangenen Jahr hatte der Hafen mit 74 Grenzwerüberschreitungen beim Feinstaub bekanntlich mit dem bundesweiten Platz 2 auch einen traurigen Spitzenplatz erreicht. Das zeigt, dass der bereits im Hafengebiet existierende Luftreinhalteplan entweder völlig unzureichend umgesetzt wird oder überhaupt nichts zur Luftverbesserung beiträgt. Deutlich wird durch die aktuellen Messergebnisse aber auch, dass weitere Luftbelastungen nicht hinnehmbar sind. Die jetzt erneut feststehende Hochbelastung macht den geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerkes mit noch mehr Feinstaubemissionen in unmittelbarer Nähe des Hafens zu einem nicht hinnehmbaren Gesundheitsrisiko.








